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Meine Platon’sche Höhle

Meine Platon’sche Höhle

WEGANA – Weltoffene Europäer Gegen Ausgrenzung und Nationalistische Angstmache

5. Januar 2015

Standortbestimmung

Manchmal ist es wichtig, Position zu beziehen. Auch wenn man eigentlich gar nicht will, weil es die Sache nicht wert zu sein scheint: Wenn man z. B. sieht, dass Scheiße auf der Straße liegt, muss man das nicht noch öffentlich feststellen und davor warnen, weil man annimmt, dass der Nächste vernünftig genug ist und das ebenso sieht. Aber dann muss man erleben, dass der Haufen offenbar doch nicht so deutlich von jedermann als Scheiße wahrgenommen wird, und der eine oder andere daher doch hineintritt – und das sogar noch rechtfertigt. Und so wird eine Thematik manchmal wichtiger als zunächst angenommen.

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Meine Platon’sche Höhle

Reunion Natives

9. November 2014

9. November

1989

Öffnung der Mauer. Große Freude, hier wie dort. Wo ist hier? Wo dort? Egal! Wer die Bilder damals sieht, sieht keinen Unterschied. Wildfremde Menschen fallen sich um den Hals, küssen sich. Wer ist Ossi, wer Wessi? Man sieht es nicht. Zumindest ist es nicht offensichtlich. Wenn einer die Sektflasche hinhält, wird das wohl ein Wessi sein. Und wenn einer sie glücklich entgegennimmt und einen Schluck daraus trinkt, ein Ossi.

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Nervendes

Ich denke ja gar nicht daran, Du Krüppel!

30. Oktober 2014

Behindert – ja, aber wer?

Am Flughafen gibt es, in unmittelbarer Nähe zu den Ausgängen in das Flughafengebäude, Plätze in den Parkhäusern, die für Schwerbehinderte reserviert sind. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass z. B. eine Rampe auf die Gehbereiche führt, diese breit genug sind, dass ein Gehbehinderter seinen Rollstuhl problemlos nutzen kann und so direkten Zugang zum Flughafenterminal hat.

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Nervendes

Streik als Machtdemonstration

22. Oktober 2014

Es geht den Streikverantwortlichen bei GDL und Cockpit offenbar gar nicht um bessere Arbeitsbedingungen, es geht nur noch um Macht! Für Machtdemonstrationen aber sind Gewerkschaften eigentlich nicht da. Und ob das vom Grundgesetzt abgedeckt wird, ist auch fraglich. Ich bin sicher, die Politik ist kreativ genug, am Grundgesetz vorbei Mittel und Wege zu finden, wenn man es übertreibt. Und dann auf korrigierende Urteile des Bundesverfassungsgerichts zu hoffen, ist auch kein Zeichen von gelebter Demokratie! Man sollte also sehr genau wissen, wann der Punkt erreicht ist, wo es tatsächlich heißt: Es reicht! Diesen Punkt haben wir spätestens seit dem Wochenende, an dem sieben Bundesländer ihre Herbstferien beendet haben und zwei ihre begonnen – und Lufthansa und Bahn bestreikt wurden. Schön abwechselnd und, wie ein Sprecher von Cockpit im Interview zugab, abgesprochen. Nur um größtmöglichen Schaden zu provozieren.

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Anek-dot

Und sie bewegt sich noch!

9. Oktober 2014

Lang, lang ist’s her…

Das Schöne an einem naturwissenschaftlichen Studium ist, dass es hin und wieder, je nach „Industriefreundlichkeit“ und Vernetzung der betreffenden Lehrstuhlinhaber oder Dozenten, Exkursionen zu den verschiedensten Orten gibt, an die es einen beruflich nach erfolgreichem Abschluss seiner Ausbildung hin verschlagen könnte.

Eines Tages in grauer Internet-Vorzeit machten wir solch eine Exkursion zu einem sehr bekannten, mittelständischen wenn auch international aufgebauten und renommierten Unternehmen.

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Nervendes

Ist Streik noch zeitgemäß?

11. September 2014

Einmal wieder die Piloten

Gestern haben wieder einmal in München die Piloten gestreikt. Sie wollen damit verhindern, das ihr Arbeitgeber, hier die Lufthansa, Änderungen an den bestehenden Vorruhestandsregeln vornimmt. Es ist der dritte Ausstand innerhalb von zwei Wochen. Betroffen: 110 Flüge in In- und europäischem Ausland. Das ist abstrakt, zu abstrakt! Konkreter: 13.500 Passagiere konnten nicht ihren geplanten Aktivitäten nachgehen. Viele beruflich, viele andere aber, und das ist für mich deutlich schlimmer, außerberuflich.

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Geplante Obsoleszenz

Ewiges Wirschaftwachstum – Teil 4

7. September 2014

  Geplante Obsoleszenz, wohin man schaut

 Nun also die Reifen! Ich hatte überlegt, ob ich meiner Frau raten sollte, einfach weiter zu fahren. Vermutlich musste nur wieder ein Messfühler abgeklemmt werden, wie beim Kuper S (siehe Beitrag Super Kuper). Sorge um ihre Gesundheit oder die der Reifen machte ich mir nicht. Das waren solche, mit denen man mit reduzierter Geschwindigkeit, die immer noch höher liegt als die in Innenstädten erlaubte, selbst mit „Plattem“ noch eine ganze Weile weiterfahren konnte – und ausdrücklich durfte. Aber ein rotes Warnsymbol? Meine Frau jedenfalls weigerte sich standhaft, weiter zu fahren. Frau eben! Keine Risikobereitschaft.

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Geplante Obsoleszenz

Super Kuper

6. September 2014

König Kunde

»Wir schicken Ihnen den mobilen Werkstattservice vorbei!« Die Stimme am anderen Ende der Telefonleitung war sehr verbindlich, gut geschult.
»Danke, brauchen sie nicht!« erwiderte ich. »Holen sie den Wagen einfach nur ab.«
»Wir werden sehen.« Die Dame ließ sich nicht beirren. Wie gesagt, gut geschult: Den Kunden glauben zu lassen, er sei König. Und in Wirklichkeit subtil das tun, was man will.

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Geplante Obsoleszenz

Ewiges Wirtschaftswachstum – Teil 3

3. September 2014

Schon wieder geplante Obsoleszenz!

Das schoss mir durch den Kopf, als meine Frau mich anrief und mir mitteilte, dass sie auf der stark befahrenen Stadtautobahn mit Problemen an den Reifen stand. Der Bordcomputer hatte mit rotem Symbol und roter Warnung vor einem Druckabfall in den Reifen gewarnt und ihr das unmittelbare Anhalten des Fahrzeuges dringend ans Herz gelegt.

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