Gesellschaft

Das Übel kommt aus Afrika!

17. Januar 2015

Es gibt ein Zitat von Henry Ford: »Weil Denken die schwerste Arbeit ist, die es gibt, beschäftigen sich auch nur wenige damit«.

Und noch ’n Zitat, diesmal vom 1999 verstorbenen Regisseur und Schauspieler Axel von Ambesser: »Die meisten bekommen eine Meinung, wie man einen Schnupfen bekommt: durch Ansteckung«.

Und weil beides richtig zu sein scheint, wie man in diesen Tagen sieht, nehme ich im Folgenden das Denken allen einmal ab und verbreite meine Schnupfenviren, auf dass Dresden endlich im richtigen Licht gesehen wird.

Europa 2.000.000 v. Chr.

Geologisch sieht Europa im Erdzeitalter des Quartär, das vor 2,6 Mill. Jahren beginnt und bis heute andauert, schon fast so aus, wie wir es heute kennen. Es gibt eine reichliche Pflanzenwelt, und die Säugetiere beginnen nach langer Unterdrückung durch die Saurier ihren Siegeszug. Die hätten zwar gerne gegen die Invasion der Säugetiere montags an dem Ort, der heute Dresden ist, demonstriert. Leider musste die Demonstration aber abgesagt werden, da sich niemand mehr fand, der hätte demonstrieren können: Ein barbarisches Ereignis aus dem All hatte alle Dinos vernichtet. Und so geschah es, dass zum ersten Mal in der Geschichte dieses Planeten Immigranten die damalige europäische Gesellschaft ungehindert übernehmen konnten.

Europa 1.500.000 v. Chr.

Die Steinzeit beginnt in Europa. Und viele Säugetiere gehen in der Gegend, in der heute Dresden liegt, montags auf die Straße. Der Grund ist unerwünschte Immigration! Eine Bedrohung! Da gibt es doch so ein Wesen, das man später als Homo erectus bezeichnen wird und dabei ist, die gesamte bestehende Gesellschaft zu überrennen. Es kommt aus Afrika und will hier bleiben!

Dort war es 1,2 Mill. Jahre zuvor aus einem entarteten Mitglied der damaligen afrikanischen Gesellschaft entstanden, dem Homo rudolfensis. Und es benutzte unfaire Mittel, die ihm Vorteile verschafften: ein größeres Hirn und Werkzeuge. Sie waren noch aus Stein, weshalb die folgende Periode danach benannt wurde. Und so begann, sich Widerstand gegen die Invasion aus Afrika zu entwickeln: Die erste Demonstration gegen Einwanderung, dort, wo heute Dresden liegt.

Europa 600.000 v. Chr.

Leider war die erfolglos, da zu wenige motiviert worden waren, teilzunehmen! Und so siedelte Homo erectus in Europa, vermehrte sich und machte sich aufgrund seiner unfairen Mittel die Welt Untertan. Erst später sollte er dafür rückwirkend einen göttlichen Auftrag erhalten. Und nun begann eine schöne Zeit von über 300.000 Jahren, in denen keiner versuchte, in Europa Unterschlupf zu finden und daher keine Montagsdemonstrationen erforderlich wurden – an dem schönen Ort, der heute Dresden ist. Homo erectus suchte daher neue schöne Orte und entwickelte sich so ungestört in Heidelberg zu Homo heidelbergensis.

Europa 250.000 v. Chr.

Die teilweise unwirtlichen Lebensbedingungen erforderten ungewöhnliche Lösungen. Und so begann der Heidelbergermensch, sich zu verändern und ins Neandertal weiterzureisen: Aus ihm wurde der Homo neandertaliensis. Und der begann, Kultur zu entwickeln wie Bestattungen von Artgenossen oder Religion. Wodurch er sich deutlich von seinen primitiven Vettern in Afrika abhob.

Wichtig ist diese Epoche, weil in ihr die „Völkerwanderung“ erfunden wurde, die etwas später noch zum Problem werden wird: Von Dresden nach Heidelberg und über das schöne Neandertal zurück nach Dresden. Denn:

Europa 40.000 v. Chr.

An der Stelle, an der später Dresden liegen sollte, gab es wieder Montagsdemos! Der Neandertaler marschierte gegen eine neue Invasion aus Afrika! Denn auch Homo erectus hatte sich, in Afrika, weiterentwickelt: zum Homo sapiens. Und der versuchte nun, erneut hier Fuß zu fassen. Und seine wirren Ideen und Gebräuche hier durchzusetzen. Das durfte man nicht zulassen. Denn man war gerade dabei, kulturelles Neuland zu betreten: Kleinkunstwerke. Das passierte zwar ein paar Kilometer weiter weg von Dresden, in der Nähe von Heidenheim. Aber es war immerhin etwas anderes als das, was die verhassten französischen Vettern zuwege brachten: Malerei. Und man war inzwischen Völkerwanderung ja gewohnt.

Europa 30.000 v. Chr.

Leider war auch dieser Abwehrversuch erfolglos, die Gegner leider in der Überzahl. Forscher, wie man später Menschen nennen sollte, die stur nach dem „Warum?“ fragen und solange ihren beschränkten Tätigkeiten nachgehen, bis sie glauben, eine Antwort gefunden zu haben, stellten fest, dass Homo sapiens Homo neandertaliensis den Garaus gemacht hatte. Nicht, ohne sich vorher mit ihm zu vergnügen. Und so besitzen die Genome der europäischen Bevölkerung heute nur noch 1 – 4% des Erbgutes des Neandertalers – des wahren Ureinwohners hominider Art. Ein dramatischer Beweis, dass Immigration das Schlimmste ist, was einer intakten und funktionierenden Gesellschaft passieren kann. Wehret also den Anfängen! Es leben die Montagsdemos in Dresden!

Europa 7.000 v. Chr.

Jungsteinzeit! Ackerbau und Viehzucht beginnen in Europa. Leider. Denn die Demonstrationen montags dort, wo heute Dresden liegt, konnten leider nicht verhindern, dass gegen 6900 v. Chr. einige wenige Einwanderer aus dem Nahen Osten die dort entwickelten Methoden der Wirtschaft, sie nannten sie „Landwirtschaft“, hierher brachten. Die Zahl war glücklicherweise so gering, dass sie noch nicht einmal geringste Spuren in unserem Genom hinterlassen haben. Nur ihre bescheuerte Lebensweise!

Sehr viel dramatischer war da, dass ab ca. 6500 v. Chr. von Süden her über die Westschweiz Immigranten aus dem Mittelmeerraum und von Südosten her über die Donau aus Südosteuropa massiv einfallen konnten, da sich die Bevölkerung, so wie heute, zu sehr in Sicherheit wiegte. Dramatisch war das aus drei Gründen: (1) Deren Zahl war merkbar größer. Weshalb sie (2) Spuren in unserem Genom hinterließen – wir wurden zu Bastarden. Und (3) sie beeinflussten nachhaltig unsere europäische Kultur, die darin bestand, zu jagen und zu sammeln. Plötzlich waren wir alle Fischer und Bauern. Wären damals doch bloß mehr dem Aufruf zu den Montagsdemonstrationen dort, wo heute Dresden liegt, gefolgt. Uns wäre vieles erspart geblieben!

Und so begann der Untergang des Abendlandes:

Europa 750 v. Chr.

In dem Gebiet, das heute Südschweden, Dänemark und den Teil Deutschlands nördlich einer Linie Hannover – Berlin umfasst, lebte ein Teil des Homo sapiens, den man später die Germanen nannte. Südlich davon lebten deren Vettern, die, ausgehend von einer kleinen Gruppe, die zwischen dem heutigen Ostfrankreich und Österreich sowie den angrenzenden Ländern lebte, die Kelten bildete. Und so sind die, die heute dort leben, was Dresden heißt, Kelten geworden. Mit und ohne Montagsdemonstration.

Europa 300 v. Chr.

Die Kelten beherrschten inzwischen große Teile Europas. Ihr Siedlungsgebiet umfasste den größten Teil Spaniens und Frankreichs, Irland und Groß-Britannien, die Benelux-Staaten, den Süden Deutschlands und erstreckte sich tief nach Osteuropa und die Türlei bis kurz vor das Schwarze Meer. Auch die Germanen hatten sich ausgebreitet! Sie siedelten nun in dem von den Kelten nördlich übrig gelassenen Teil Europas, also Norddeutschland und Teilen der Niederlande, Polen und Skandinavien. Bis zur Zeitenwende beherrschten diese beiden Volksgruppen daher Europa so gut wie vollständig.

Europa 100 v. Chr.

Die Germanen wollten sich mit den Landgewinnen der vergangenen Jahrhunderte nicht zufrieden geben. Und so machten sich Kimbern, Teutonen und Ambronen aus niederen Beweggründe – sie wollten, so sagten sie, dass es ihnen nach Klimaveränderung, Ernteausfällen und Hungersnöten besser ging – von Jütland aus auf die Reise. Später sollten Iren das nachmachen, indem sie wegen der hässlichen Herrschaft der Briten nach Amerika auswanderten, um nicht zu verhungern. Alles Gerede!

Sie zogen über Böhmen, Schlesien und Mähren nach Österreich, wo sie sich mit den Römern kabbelten und, von denen in einen Hinterhalt gelockt, deren Heere vernichteten. Aufgrund eines verheerenden Gewitters und ihrer Religion, Gott Donar war ein kleiner Choleriker, zogen sie schnell weiter über die keltischen Gebiete, die wir heute Schweiz und Frankreich nennen.

Aufgrund der erfolgreichen Demonstrationen montags dort, wo heute Dresden liegt, blieben die dort wohnenden Kelten von ihnen verschont. Über Frankreich ging es dann nach Spanien und von dort weiter nach Italien. Hier trennen sich die Teutonen von Kimbern und Ambronen. Erstere griffen die Römer von Westen an, letztere von Norden. Weil aber die Römer noch stink sauer waren, kämpften sie gut. Seitdem gibt es weder Kimbern mehr, noch Ambronen oder Teutonen… Aber Dresdner! Und doch haben sie in weiten Teilen Europas ihre Spuren im Genom hinterlassen!

Europa 50 v. Chr.

Und dann kam Cäsar! Und was bislang keltisch war, war nun römisch. Und er meinte, dass nun germanisch sei, was nicht römisch ist. Und so wurden nicht nur die, die an dem Ort lebten, der jetzt Dresden heißt, von heute auf morgen von Kelten zu Germanen. Worauf man heute stolz ist, auch wenn man dazu selbst nichts beigetragen hat. Und auch nicht dagegen demonstriert hat.

Cäsar ist auch der Grund, weshalb es die Kelten heute so gut wie nicht mehr gibt. Aus den Kelten auf der iberischen Halbinsel wurden die Iberer, aus denen im heutigen Frankreich und Belgien Gallier und dem Rest östlich des Rheins, wie gesagt, Germanen. Aus den britischen Kelten wurden die Briten. Nur die Menschen in der Normandie um Asterix, in Irland, Wales und Schottland konnten sich ihren keltischen Stand erhalten. Denn auch wenn man ihnen Namen wie Normannia, Hibernia, Cambria und Caledonia gab – befriedet wurden sie nie. So wenig wie die Bewohner des Ortes, der heute Dresden heißt.

Europa zur Zeitenwende

Europa zur Zeitenwende bestand somit aus einem Flickenteppich an unterschiedlichen Volksgruppen, die durch verschiedenste Gründe und Aktivitäten durchgemischt worden waren. Zuordnungen zu bestimmten Gruppen waren teils willkürlich und aufgezwungen, teils regional bedingt, teils traditionell begründet. Und so konnte man zu keinem Zeitpunkt an keinem Punkt behaupten, eine eigenständige, einheitliche Kultur zu besitzen. Europas Gesellschaft damals war multi-kulturell, pfui Spinne, Grenzen gab es eher aufgrund von Einflussbereichen von Stammesfürsten als aus rationalen. Und sie variierten je nach Kriegsglück und Stimmung. Aber es sollte noch schlimmer kommen!

Das Einzige, was Ordnung hatte, waren die Teile Europas unter römischer Gewalt. Was zeigt, dass Zucht und Ordnung dringend erforderlich waren und auch heute sind. Und so begrenzten, lateinisch: limitierten, die Römer in den folgenden Jahrhunderten ihre Anwesenheit nördlich der Alpen zunächst auf das Gebiet südlich und westlich von Donau und Rhein, dann immer wieder mal weiter nach Norden und Osten, bis sie in der Varusschlacht am Teutoburger Wald den Schwanz einziehen mussten und nach weiteren teils vernichtenden Geplänkeln sich endgültig mit den Gebieten zufrieden gaben, die im Osten von Rhein und im Norden von der Donau begrenzt wurden. Hier bauten sie dann den Limes, der sie vor den germanischen Barbaren schützen sollte: ein Erfolg der Montagsdemonstrationen in der Stadt, die heute Dresden heißt.

Europa 400 n. Chr.

Die Hunnen lebten 350 in der Gegend zwischen Don und Wolga und waren ein nomadisch lebendes Reitervolk. Gegen 375 mussten die nun Germanen genannten Kelten dort, was man heute als Dresden bezeichnet, wieder auf die Straße gehen. Und wieder montags. Denn die Hunnen fielen einfach aufgrund exzellenter Kriegstaktik als Reitervolk erfolgreich in Europa ein und lösten das aus, was man seither als Völkerwanderung bezeichnet und bis weit ins 6. Jh. anhielt.

Europa wurde zum melting pot: Die Goten wanderten aus dem Gebiet, das heute grob als Polen bezeichnet werden kann, über den Balkan und Italien bis nach Spanien. Sie zeigten es den Römern so richtig, weil deren Reich aufgrund dessen langsam aber sicher zugrunde ging. Und so teilten sich die Westgoten und die Ostgoten dann das, was einmal unter Roms Kontrolle stand: Die Westgoten die iberische Halbinsel und halb Frankreich, die Ostgoten Italien, Österreich und den halben Balkan. Die Langobarden, ein germanischer Stamm von der Niederelbe, setzten dem ganzen Getümmel dann ein Ende, indem sie schließlich in Norditalien einfielen.

Einher mit Völkerwanderung, Untergang des römischen Reiches und Neuverteilung der Macht ging der Aufstieg der Franken. Die Franken, zunächst ein germanischer Stamm an der Grenze zwischen dem römischen und germanischen Gebiet in der Gegend der heutigen Niederlande und Belgien, nutzte die Chance und breitete sich zunächst nach Süden bis Frankreich und dann nach Osten aus. Bis zum 9. Jh. bildete sich dann eine Sprachgrenze zwischen den gallo-romanischen Franken als Ergebnis des Verschmelzens der Franken mit Wallonen und Franzosen und den fränkisch sprechenden Franken, dem melting pot aus Niederländern, Deutschen, Flamen, Luxemburgern und Lothringern.

Und diese Sprachgrenze kennen wir noch heute: in Saanen im Berner Oberland wird man als Deutscher in einer Bäckerei noch bedient, im Nachbarort Rougemont nicht mehr.

Den Rest kennen wir: Das Große Reich wurde nach Karl dem Großen in das westfränkische Reich, das heutige Frankreich, und das ostfränkische Reich, auch bekannt unter dem Namen „Heiliges Römisches Reich“, das heutige Deutschland, Niederlande, Benelux, Schweiz, Norditalien und Österreich aufgeteilt. Wenn die Menschen dort, wo heute Dresden liegt, in dieser unruhigen Zeit bei jedem Schritt der Durchmischung hätten demonstrieren wollen, hätten sie dauerdemonstrieren müssen. Und das hätte auch sie überfordert, weshalb sie es unterließen.

Europa 900 n. Chr.

Die Normannen war eine Bevölkerungsgruppe, die aus Dänemark und Norwegen stammte. Ihr räuberisch tätiger Teil, die Wikinger, eroberten die Normandie und Süditalien. Da uns das nichts anging, brauchten sich die Menschen dort, wo heute Dresden liegt, nicht sorgen und mussten nicht demonstrieren. Und so wird das hier auch nur zur Entspannung erwähnt und damit zwischen 400 und 1100 n. Chr. nicht so viel leer bleibt. Denn damals ging’s hoch her!

Europa 1.100 n. Chr.

Europa kommt ein wenig zur Ruhe. Nicht was die üblichen Geplänkel jener Zeit betrifft, sondern die Durchmischung von Genomen. Neben Frankreich und dem Heiligen Römischen Reich existieren nun die Königreiche Spanien und England, Ungarn und Polen. Deutschland und Italien zogen es vor, in eine Vielzahl kleiner und kleinster Staaten und unabhängiger Städte zersplittert zu bleiben. Sachsen gab es damals noch nicht, und auch der Ort, der heute Dresden heißt, hieß noch nicht so.

Europa 1.350 n. Chr.

Hurra! Es gibt Sachsen. Und, seit 1206, Dresden. Weil das Römische Reich nur noch auf dem Papier besteht und der Kaiser keine Macht hat. Und endlich stehen seither montags in Dresden diejenigen auf der Straße, die vor Zuzug von Fremden warnen. Und fremd war damals, trotz Kaiser und Reich, so ziemlich alles.

Europa 1.529 n. Chr.

Die Menschen an dem Ort, der nun Dresden heißt, sind wachsam. Denn es gab einen gemeinen Versuch der nicht gewollten Immigration. Die Türken kamen. Hieß es. Aber in Wahrheit waren es wie in der Steinzeit Afrikaner, die über den Landweg, also Arabien, Türkei und Balkan tief nach Europa vordrangen und Wien belagerten. Als Osmanen verkleidet. Aber die Wachsamen in dem Ort, der nun Dresden hieß, ließen sich nicht blenden und verhinderten durch ihre Märsche auf den Straßen, dass Europa afrikanisiert wurde.

Europa 1.683 n. Chr.

Afrikaner können ja so was von stur sein! Statt dass sie 150 Jahre zuvor die Lektion gelernt hätten, die ihnen die, die dort auf die Straße gingen, was Dresden heißt, erteilt hatten, versuchten sie es erneut. Und erneut in der Verkleidung als Türken. Und wurden glücklicherweise wieder in ihre Schranken verwiesen – von denen, die dort wachten, was Dresden heißt.

Europa 1.800 n. Chr.

Es gibt zwar immer noch viele kleine Staaten in Europa, aber immerhin haben sich ein paar große Machtblöcke gebildet: Frankreich, Habsburg, Preußen, Groß-Britannien-Irland-Hannover, Spanien, Portugal, Schweden und Dänemark. Und Schwerin! Und dank ihrer großen Wachsamkeit montags auf den Straßen Dresdens – auch Sachsen!

Europa 1.900 n. Chr.

Die Machtblöcke manifestierten sich. Dänemark schrumpfte auf die (Halb-)Inselwelt von heute. Neben Norwegen-Schweden gibt es Schweden-Norwegen. Aus Habsburg wurde Österreich-Ungarn, Italien entstand. Die deutsche Kleinstaaterei verschwand, und Preußen. Dank der Wachsamkeit der Menschen des Ortes, der Dresden heißt, gab es aber ein neues Gebilde: Deutschland! Das Land, was seither viele dort, was sich Dresden nennt, als „ihr Land“ bezeichnen. Obwohl es ihnen gar nicht gehört.

Europa 1.989 n. Chr.

Sachsen hat noch eine andere Stadt. Leipzig. Diese Stadt gibt es noch ein wenig länger als Dresden. Seit 1165. Und auch da gingen Menschen auf die Straße. Auch montags. Das haben sie sich von denen, die in Dresden lebten, einfach abgeguckt. Nur – die wollten, dass Menschen zu ihnen kommen. Ab 1190. Indem sie eine der ältesten Messen erfanden. Und so kamen viele Pelzhändler. Später auch andere. Und ab 1989 sogar der Klassenfeind. Und als das erreicht war, hörten sie auf. Und frecherweise demonstrierten sie unter dem Motto „Wir sind das Volk“! Ein Motto, das doch die Dresdner erfunden hatten… Unverschämt.

Europa 2.015 n. Chr. 

Heute haben wir sie wieder – die ungehinderten originalen Montagsdemonstrationen an dem Ort, an dem sie erfunden wurden und sich einer Jahrmillionen alten Tradition erfreuten: Dresden. Denn sie kommen schon wieder, die Immigranten aus Afrika!

Und die Moral von der Geschicht‘?

Schimpft nicht auf die Menschen in Dresden! Sie und ihre Vorfahren waren über all die Jahrtausende die Einzigen, die tatsächlich etwas gegen die Einwanderung unternommen und sich damit rassisch rein gehalten haben. Zwar konnten sie nicht alles verhindern. Die Säugetiere nicht, den Homo erectus nicht, und den Homo sapiens nicht. Aber die modernen Einwanderungsfluten über die Türkei, und die Vermischungen im Rahmen von Völkerwanderung und Neuordnung.

Und wir können von ihnen lernen: Das Übel kommt aus Afrika! Durch Einwanderung. Es kam immer von dort, und es wird immer von dort kommen.

Wir sollten daher dringend und schnell alles wieder dahin zurückbringen, was von dort kommt! Man nennt das Rückführung. Und wir sollten es konsequent tun! Denn keiner der seit Homo rudolfensis eingewanderten Menschen hatte jemals einen Asylantrag gestellt, dem stattgegeben worden war. Keiner. Und so halten sich heute außer den Dresdner Demonstranten alle in Europa Lebenden illegal dort auf.

Dass sich dann dort, in der Wiege der Menschheit, der Gegend des Großen Grabens, 7,5 Mrd. Menschen abzüglich 25.000 Pegida-Demonstranten befinden werden, ist nicht weiter tragisch. Denn die Last dieser Menschenmassen wird nur beschleunigen, was sowieso dort passieren wird: der Grabenbruch. Afrika ist dann endlich frei von der arabischen Platte, die Menschheit versinkt in der Erdkruste und in dem Teil Europas, in dem Dresden liegt, kann montags wieder demonstrieren, wer dahin nicht immigriert war: die Pflanzenwelt. Und Pegida. Endlich einmal ungestört. Ohne befürchten zu müssen, dass jemals aus Afrika wieder etwas Böses kommt. Denn Afrika driftet nun weg.

Es hat einen weiteren Vorteil. Auf diese Weise wird unser Planet von seinem Krebsgeschwür befreit. Dem Tumor, den entartete Lebewesen namens Homo sapiens bilden, die sich nicht zu schade sind, Ihresgleichen zu diskriminieren, zu verfolgen und nur aus einem Grunde zu töten – weil sie anders sind.

Liebe Dresdener. Ich liebe Eure Stadt. Und ich bin häufiger dort, weil ich Freunde dort habe. Daher weiß ich auch, dass bei weitem nicht alle so sind, wie man zurzeit in den Medien hässlich erleben kann. Aber der Anteil an Ewig Gestrigen ist doch deutlich höher als anderswo. Vielleicht ja deshalb, weil Nomen Omen ist? „Dresden“ stammt aus dem Altsorbischen: drežďany. Das heißt „Sumpfbewohner“. Muss es aber ausgerechnet ein Brauner Sumpf sein?

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