Gesellschaft

Raus mit den Asylanten!

6. Januar 2016

So, da haben wir den Salat! Tausendfaches Wasser auf die Mühlen der Ewigbraunen und ihrer Speichellecker. Ich höre schon die Parole der nächsten Hetzzusammenkunft in Dresden.

Ja, es ist Scheiße, was da in Köln, Hamburg und Stuttgart abgelaufen ist. Und ja, auch ich sage deutlich: Die Betreffenden gehören ausfindig gemacht, rechtsstaatlich angeklagt, ggf. verurteilt und dann, nach Absitzen der Strafe, ausgewiesen – ohne Weichspüler wie „Härtefall“, um nicht durchführen zu müssen, was unangenehm ist! Es ist lächerlich und nicht nachvollziehbar, wenn, vor allem bei unserem Asylsystem, das wohl zu den am wenigsten härtesten auf dieser Welt gehört, ein Antragsteller nicht akzeptiert, aber dann auch nicht zeitnah ausgewiesen wird – warum auch immer. Es muss nicht im härtesten Winter erfolgen, es kann ja im folgenden Frühling passieren. Dann hätte man auch dem humanitären Gedanken den erforderlichen Zoll entrichtet.

Wer unser liberales System, das – und wir dürfen niemals vergessen, dass nicht aus Jux und Dollerei der Asyl-Paragraph im Grundgesetz festgeschrieben wurde – einen großen Wert darauf legt, dass tatsächlich Verfolgte bei uns eine sichere Zuflucht haben, missbraucht, um kriminellen Aktivitäten welcher Art auch immer nachzugehen, hat in dieser Gesellschaft nichts mehr verloren und sein Bleiberecht, so er es schon hat, verwirkt oder keinerlei Anspruch mehr darauf. Es passt einfach nicht zusammen: Vor Unrecht fliehen und selbst welches tun!

Raus mit den Asylanten?

Aber es lohnt sich doch, ein wenig differenzierter auf den Vorfall zu blicken! Zunächst: das Tausendfache Wasser auf die Mühlen ist bei näherem Hinsehen nicht vorhanden! Im Gegenteil! Wenn sich die aktuelle, noch vollkommen undurchsichtige Situation geklärt haben wird, werden vielleicht 1.000, zusammen mit Stuttgart und Hamburg und anderen Städten, die noch hinzukommen könnten, 1.500 bis 2.000 „Asylanten“ in den Vorfall verwickelt sein. Die sollten wir einmal in Relation zu der Menge an Menschen setzen, die bei uns bereits Asyl gefunden haben oder zu finden hoffen. Und dann vergleichen wir einmal mit der „heimischen“ Bevölkerung.

Zahlen hierzu sind schwer zu ermitteln, die wenigen kursierenden Zahlen vor allem über bereits anerkannte Asylbewerber oder solchen, die – warum auch immer – nicht ausgewiesen wurden, unterscheiden sich stark, je nach Quelle – und damit der Intention dieser, mit Zahlen zu argumentieren. Und so bleibt mir an dieser Stelle nur eine Abschätzung aufgrund einiger Informationen aus „seriösen“ Quellen.

So haben seit 1990 ungefähr 3,3 Millionen Menschen bei uns einen Asylantrag gestellt. Durchschnittlich 20% von diesen wurden als Asylant anerkannt – also 660.000. Rechnen wir die ca. 800.000 Bewerber hinzu, die seit Angela Merkels großartiger und bewundernswürdiger Tat, für die sie die größte Unterstützung aller auch weiterhin verdient, bei uns angekommen sind und sich derzeit im Asylverfahren befinden, summiert sich das aktuell auf ungefähr 1,5 Millionen Menschen mit „Asylhintergrund“ – also die, die Pegida & Co. dank freundlicher Unterstützung der Nazis so gerne wieder los würden. Und dabei sind die abgelehnten Asylbewerber, die, aus welchen Gründen auch immer, noch nicht ausgewiesen wurden, noch nicht einmal dabei. (Und bei denen dürfte die Hemmschwelle, kriminell aktiv zu werden, aufgrund des Ergebnisses des Asylverfahrens deutlich niedriger liegen, frei nach dem Motto: nimm noch mit, was du kannst!)

Zu Silvester sind somit 1‰ (man bemerke: nicht Prozent, sondern Promille!), die 1.500 von 1,5 Millionen, der bei uns rechtmäßig lebenden „Asylanten“ kriminell in Erscheinung getreten. Und auch nicht alle – manche waren „nur“, Pegida hör zu!, Mitläufer wie ihr, die sich nicht selbst die Hände schmutzig gemacht haben, was sie allerdings nicht „besser“ macht. Das ist alles nicht hinzunehmen, wie gesagt. Aber wir sollten diesen Sachverhalt einmal relativieren, wie es ihm gebührt.

Z. B. anhand der Zahl rechtsextremistischer Übergriffe. 2014 erfolgten 16.500 davon. Ausgeführt von ca. 20.000 Menschen, die zur rechtsextremistischen Seite gehören. Das heißt: statistisch haben 2014 82,5% der Mitglieder der rechtsextremistischen Szene einen gewalttätigen Übergriff vorgenommen! Oder anders ausgedrückt: Rechtsextreme Gewalttaten sind 825mal häufiger als „Asylantenübergriffe“, selbst nach Silvester…

Rechnet man die Speichellecker der Nazis in Form von Pegida und zumindest Teilen der AfD dazu, so sprechen wir von ca. 7 Millionen Rechtsextremen. Das bedeutet, dass 2,4‰ des entsprechenden Bevölkerungskreises kriminell geworden sind: immer noch mehr als doppelt so viele wie Asylanten an Silvester!

Also, liebe Pegida- und AfD-Anhänger: Wenn ihr demnächst wieder einmal gegen Ausländer hetzt und „demonstriert“ – denkt daran, dass mehr als doppelt so viele von Euch das Gleiche tun wie die, gegen die ihr etwas habt: Gesetze missachten und straffällig werden. Spätestens damit wird euer larmoyantes Getue lächerlich!

Und wenn stimmt, was man sagt, diente der überwiegende Anteil der Silvesterübergriffe der Beschaffung von Geld – viele Griffe an Busen und/oder in den Schritt sollten nur die Handtasche besser stehlbar machen. Das ist zwar immer noch nicht hinnehm- und entschuldbar. Aber von der Qualität her gesehen etwas anderes als „Ausländerklatschen“ und Häuser anzünden oder tatsächliche sexuelle Macht ausüben zu wollen! Also: Nicht nur von der Quantität her sollten wir die Vorfälle an Silvester nicht überbewerten, sondern auch nicht von der Qualität: Das können wir selbst alles besser, dazu brauchen wir keine Asylanten bemühen….

Oder z. B. anhand der „Sexuellen Übergriffe“, wie es sie zu Silvester gegeben hat. Beziehen wir die einmal nicht auf die beteiligten Täter, sondern setzen sie zur jeweiligen Population in Beziehung.

2013 hat es laut Polizeistatistik knapp 47.000 „Verstöße gegen die sexuelle Selbstbestimmung“ gegeben. Mir liegen keine verlässlichen Daten vor, wie sich diese nach Alter des Täters aufgliedern. Daher eine Plausibilitätsbetrachtung.

2014 waren bei uns knapp 9% der Bevölkerung zwischen 15 und 24 Jahre alt, ungefähr die Hälfte davon männlich. 45% waren zwischen 25 und 65 Jahre alt, auch hier wieder ungefähr die Hälfte männlich. Wenn man nun eine Abschätzung vornimmt, bei der man (1) davon ausgeht, dass weibliche Sexualstraftäter statistisch selten sind, (2) relativ wenige Übergriffe von Tätern älter als 65 vorgenommen werden und (3) die Rate der Übergriffe in den beiden verbleibenden Altersgruppen vergleichbar ist, dann stehen den 47.000 „Verstößen“ 21,6 Millionen infrage kommende Männer gegenüber, aus denen die Straftäter kommen, wobei 9.400 von ihnen von Mitgliedern einer Gruppe von 3,6 Millionen Männern im Alter zwischen 15 und 24 getätigt wurden – eine Rate von 2,6‰ (beachte auch hier: Promille, nicht Prozent!).

57% der Asylbewerber, die zwischen dem 01.01. und dem 31.11. zu uns gekommen sind, sind unter 25 Jahre alt, knapp ein Drittel zwischen 16 und 25 Jahre. Von diesem Drittel sind 80% männlich. Ich glaube, wir können mit Fug und Recht davon ausgehen, dass die überwiegende Mehrheit der Übergriffe zu Silvester von Männern in dieser Altersklasse getätigt wurden. Das bedeutet, wir sprechen von einer Gesamtheit von 400.000 jungen männlichen „Asylanten“, zu denen wir die 15 bisher angezeigten „Sexuellen Übergriffe“ in Köln in Relation setzen müssen. Das sind 0,04‰, also weniger als ein Siebzigstel der „allgemeinen“ Rate.

Oder, anders ausgedrückt: Die Rate, mit der die „normale“ männliche Bevölkerung im entsprechenden Alter sexuelle Straftaten verübt, ist siebzigmal höher als die der männlichen Asylanten und Asylbewerber!

(Edit ein Tag später: Nach Zeitungsberichten sollen nun inzwischen 100 Anzeigen mit sexuellem Hintergrund eingegangen sein. Das heißt, wir sprechen von 0,3‰ und dem Neunfachen. Und selbst wenn die Anzeigen in den folgenden Tagen auf 1.000 ansteigen würde: Dann hätten wir mit 2,4‰ immer noch keine höhere Rate als in der Normalbevölkerung!)

Selbst wenn die Dunkelziffer angezeigter Delikte an Silvester sehr viel höher liegen sollte. Und selbst, wenn die Daten der Plausibilitätsbetrachtung von eben etwas anders liegen als angenommen: So falsch können diese Überlegungen nicht sein, dass wir nicht annehmen können, dass diese abscheulichen Taten nicht vor dem Hintergrund von Asyl und Migration zu sehen sind! (Dreifache Verneinung! Lösen wir sie auf, damit keine Zweifel entstehen: Beides hat nichts mit einander zu tun!)

Nein! Endlich zur Vernunft kommen!

Doch ich will, vor allem auch im Hinblick auf die erlittenen physischen und psychischen Traumata der Betroffenen, nicht mit kalten Zahlen argumentieren, zumal alles noch ziemlich unsicher und im Nebel verborgen ist: Jeder Übergriff ist einer zu viel, und jeder, der daran beteiligt war, hat dafür gerade stehen zu müssen – sofern wir das in rechtstaatlicher Weise machen können, wozu sehr viele beitragen können, die Opfer wurden oder Zeugen waren und sich bislang, warum auch immer, nicht bei der Polizei gemeldet haben.

Daher der Appell: Jeder, unbesehen der Herkunft und Zugehörigkeit, der etwas dazu beitragen kann, diese Vorfälle aufzuklären, soll das bitte tun! Die Opfer, aber auch unsere Gesellschaft insgesamt haben ein Recht darauf! Und wer sich unter den Schutz dieser Gesellschaft stellen und ihn genießen will, hat auch eine Plicht dieser Gesellschaft gegenüber, diesen Schutz garantieren zu können. Analog zu oben gilt: Es geht nicht, vor Unrecht zu fliehen, um es hier zu decken! Das erwarte ich nicht nur, aber eben auch von Asylbewerbern und akzeptierten Asylanten.

Aber – die kalten Zahlen von oben zeigen, dass wir jegliche Aktivitäten, die nun aus der rechten Ecke kommen werden, im Keim ersticken müssen! Wir können nicht 999 Asylanten oder Asylbewerber stigmatisieren (und Schlimmeres!), weil einer eine kriminelle Tat begangen hat. Denn dann müssten wir uns alle stigmatisieren, weil doppelt so viele aus unserer „heimischen“ Bevölkerung rechtsextrem kriminell geworden sind. Wer sich also nicht mit der rechten Scheiße gemein machen will, darf nicht auf die Asylbewerber insgesamt zeigen, auch wenn es diesen unerträglichen Vorfall an Silvester gegeben hat.

Noch ein Aber! Wenn ich das richtig sehe, ist die Herkunft der Straftäter von Silvester eine ganz andere als die derjenigen, die in den letzten Monaten zu uns gekommen sind. Die Motivation der Asylbewerber aus Nordafrika, woher wohl die meisten der Täter kommen, und die der Flüchtlinge aus Syrien ist eine vollkommen andere. Was sich daran zeigt, dass von ersteren, wie die letzten Jahre zeigen, nur jeder fünfte als Asylant anerkannt wird, während es bei letzteren vermutlich genau anders herum sein wird: vier von fünf, wenn nicht mehr. Daher dürfte allein aufgrund der Motivationen der Asylbewerber die Rate an nicht entdeckten, potenziell kriminellen Asylanten oder Asylbewerbern zu Silvester und die in den Flüchtlingsströmen der letzten Monate nicht vergleichbar sein. Von den Ausschreitungen Konsequenzen für die Behandlung der aktuellen Asylbewerber aus Syrien ableiten zu wollen, ist daher nicht legitim!

Und noch ein Aber: Wir erleben nun die Konsequenzen der unsäglichen Einwanderungspolitik der letzten Dekaden! Wer ein bisschen Hirn über dem Hals hat und dies nicht nur zum Nachdenken dafür benutzt, wie man bei der nächsten Wahl wieder einen sicheren Listenplatz ergattert, dem hätte die Entwicklung klar sein müssen.

Wer also Silvester als Anlass nimmt, gegen Asylanten oder auch nur für „Obergrenzen“ und Verschärfung von Quoten zu wettern, sei daran erinnert, dass er selbst, vor allem, wenn in politischer Verantwortung, seinen Beitrag dazu geleistet hat, was an Silvester erfolgte: Realitätsferne, kurzsichtige egoistische Schönwetterpolitik, die die eigene Unfähigkeit mehr als deutlich macht. Wer aufgrund der eigenen politischen Tätigkeit in der Vergangenheit mit zu dieser Situation und der Eskalation beigetragen hat, sollte nun nicht „Obergrenzen“ fordern sondern die Klappe halten und die Bemühungen unseres Kanzlers nach allen Kräften unterstützen.

57% der Asylbewerber, die zwischen dem 01.01. und dem 31.11. zu uns gekommen sind, sind unter 25 Jahre alt, knapp ein Drittel zwischen 16 und 25 Jahre. Von diesem Drittel sind 80% männlich. Was glaubt man eigentlich, was passiert, wenn man knapp 100.000 junge, starke, testosteron-gesteuerte Machos aus männerdominierten Gesellschaften in ihrem pubertierenden Lebensabschnitt in Ghettos steckt, nach außen abgeschlossen, ihnen keine Beschäftigung bietet, an der sie ihre jugendlichen Mütchen kühlen können, und sich selbst überlässt?

Genau das, was an Silvester passiert ist!

Wie macht man am schnellsten, sichersten und nachhaltigsten aus einem labilen Jugendlichen mit (woher auch immer stammender) Neigung zur Kriminalität einen echten Kriminellen? Indem man ihn ins Gefängnis zu den echten harten Jungs steckt, wo er lernt, wie man es „richtig“ macht. Ich mache mir nicht die Mühe, das an dieser Stelle statistisch zu untermauern, das ist Allgemeinwissen! Deshalb haben wir ja auch eine Justiz, die bei jugendlichen Kriminellen auf Wiedereingliederung und Erziehungseffekt zielt, nicht auf Sühne und Strafe. Richtig so!

Aber es fehlt der logische Schritt, was junge Migranten betrifft: Wer die labilen unter ihnen nicht versucht zu entdecken und ihnen eine entsprechend sorgfältige Behandlung zukommen lässt, darf sich nicht wundern, wenn passiert, was passiert ist. Wir sollten aus der Situation in Frankreich mit seinen Banlieus lernen.

Das bedeutet: Nicht die Täter von Silvester haben alleine Schuld. Einen großen Anteil an Schuld tragen unsere Politiker. Und die sollten spätesten jetzt aufhören, an ihren Eiern zu kratzen!

Es ist bigott, derzeit zu diskutieren, wie man gefährdete (weil arbeitslose) deutsche Jugendliche dem Einfluss der Salafisten und des Daish entziehen kann, aber sich keine Gedanken darüber macht, was die jungen Menschen aus anderen Kulturen, die nicht nur eine traumatisierende Vergangenheit bereits hinter sich haben, sondern häufig einen Kulturschock erleben, wenn sie, aus männerdominierten Gesellschaften kommend, in eine weitgehend gleichberechtigte kommen, in der Frauen ihr eigenes Schicksal bestimmen dürfen. Die so viel zitierten Deutschkurse sind wichtig! Auch das Näherbringen der fremden Kultur. Aber eben auch eine sinnvolle Beschäftigung! Und Entghettoisierung…

Also: Nicht nur von Integration reden oder nach Anlässen suchen, die Gesetzeslage zu verschärfen, um den Stammtisch zu befriedigen, sondern endlich Intelligenz zeigen und integrieren! Oder das Feld anderen überlassen, die das tun wollen.

Und dann war da noch das Geld!

Nochmals und ganz deutlich: Was an Silvester passiert ist, darf sich nicht wiederholen, auch wenn es Geld kostet. Und wer sich dort strafbar gemacht hat, muss mit den Konsequenzen rechnen. Das alles aber darf nicht dazu führen, dass wir unser derzeit praktiziertes Verhalten Flüchtlingen gegenüber ändern. Im Gegenteil – wir müssen uns nur noch mehr und noch besser und professioneller um sie kümmern. Was Geld kostet! Allerdings nur kurzfristig – langfristig, und Politik sollte langfristig denken! – wird sich das mehr als auszahlen. Ich sage nur: Überalterung der Gesellschaft…

Und was die Kosten betrifft: Es ist mir schlichtweg nicht möglich, zu glauben und zu akzeptieren, dass das Geld da ist, marode Banken, die aus eigener Misswirtschaft in ihre Lage geraten sind und ohne die unser Wirtschaftssystem besser funktionierte, weil es dann auf realen Wurzeln und nicht Nanodeals, Leergeschäften, Risikoinvestments und ethisch höchst verwerflichen Termingeschäften basierte, zu stützen, nur weil die USA und Großbritannien auf „Globalisierung“ pochen, aber kein Geld da sein soll, unsere Organe, die für unsere Sicherheit zuständig sind, personell adäquat auszustatten.

Auch wenn ich die Stützung der griechischen Wirtschaft und das verbleiben Griechenlands im Euroraum als richtig empfinde und unseren finanziellen Beitrag dafür für richtig und erforderlich halte: Es fällt es mir schwer, zu akzeptieren, dass Geld dafür da ist, für Integration aber nicht. Sollte das tatsächlich so sein, sollte man sehr sorgfältig überlegen, was wichtiger ist. Aber so ist es ja nicht.

Liebe Politiker: Merkwürdigerweise bereitet es auf vielen fragwürdigen Gebieten keinerlei Probleme, Billionen auszugeben, und zwar sehr schnell, wenn es sein muss. Manchmal hat man den Eindruck, dass da irgendwo gigantische Summen vor sich hin schlummern, die man angreifen kann, wenn man das für erforderlich hält.

Aber für die wirklich wichtigen Bereiche wie Bildung und Gesundheit, aber auch innere Sicherheit, hat man nicht einmal ein paar Milliarden? Ich glaube Euch das nicht mehr!

Hände weg vom Asylrecht!

Die Väter unseres Grundgesetzes hatten ihre Gründe, warum sie das Recht auf Asyl gerade in das grundlegendste aller unserer Gesetze verlegt und die Hürden, dieses zu ändern, entsprechend hoch angelegt haben. Sie resultieren aus unserer Vergangenheit – nicht nur als Opfer, sondern vor allem auch als Täter! Das dürfen wir, auch wenn wir heute aus eigenem Erleben keine Erinnerung daran haben können, niemals vergessen!

Was an Silvester passiert ist, ist schlimm! Aber es ist kein Grund, unser Asylrecht zu ändern! Finger weg, und Finger weg von „Obergrenzen“. Schäbig, wer dem ersten Asylanten oberhalb dieser „Obergrenze“ in die Augen schauen kann und ihm auf die Frage, warum er abgewiesen wird, sein unmittelbarer Vorgänger aber nicht, freundlich antwortet: „Tut mir leid, wir haben eine Obergrenze!“ Und noch schäbiger, wer diesen Blick scheut und das dann seine Beamten regeln lässt…

Foto: www.pixabay.com

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